Kurz erklärt
Kuratierung ist kein bloßes Weiterleiten. Der Wert entsteht durch Auswahl und Einordnung: Warum ist diese Studie, diese Regeländerung oder dieser Beitrag für die eigene Zielgruppe wichtig, und was folgt daraus für den Betrieb. Ohne diesen Zusatz bleibt nur fremder Inhalt im eigenen Profil stehen.
Praktisch eignen sich Branchennachrichten, Gesetzesänderungen, Förderprogramme und Studien. Die Quelle gehört genannt, zitiert wird korrekt und in Auszügen, nicht als vollständige Kopie. Bilder und Videos anderer dürfen nicht ohne Erlaubnis hochgeladen werden, das Teilen über die Funktionen der Plattform oder ein Link ist der sichere Weg.
Als Anteil am Gesamtplan reicht ein kleiner Teil. Wer überwiegend fremde Inhalte teilt, baut keine eigene Position auf und liefert dem Wettbewerb Aufmerksamkeit. Sinnvoll ist Kuratierung als Ergänzung, besonders auf LinkedIn und in Phasen mit wenig eigenem Material.
In der Praxis
Ein Steuerberatungsbüro in Bremen greift jede Änderung bei Abgabefristen und Pauschalen auf, verlinkt die amtliche Quelle und ergänzt in drei Sätzen, was das für Handwerksbetriebe in der Region bedeutet. Die Beiträge werden häufig geteilt, weil sie die Übersetzung liefern, die in der Quelle fehlt. Mandanten sprechen die Themen im nächsten Gespräch von sich aus an.
Tipp aus der Agentur: Nie ohne eigene Einordnung teilen. Zwei Sätze dazu, was das für die eigene Zielgruppe bedeutet, machen den Unterschied zum bloßen Weiterreichen.
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