Kurz erklärt
Der Anfang entscheidet: Je nach Ansicht sind nur die ersten ein bis zwei Zeilen sichtbar, alles Weitere steht hinter „mehr“. Deshalb gehört die Kernaussage nach vorn, nicht die Begrüßung. Instagram erlaubt 2.200 Zeichen, genutzt werden sollte davon nur, was wirklich etwas beiträgt.
Begleittexte werden inzwischen von den plattformeigenen Suchfunktionen ausgewertet. Wer Leistung und Ort ausschreibt, wird eher gefunden als jemand, der nur Hashtags anhängt. Auch KI-Systeme, die Inhalte zusammenfassen, greifen auf Text zurück, nicht auf Bildinhalte allein.
Die Länge richtet sich nach dem Zweck. Ein Reel mit gesprochenem Inhalt braucht oft nur zwei Zeilen und eine Aufforderung, ein Karussell verträgt eine kleine Geschichte. Vermeiden lassen sich Textwände ohne Absätze, Floskeln und Hashtag-Blöcke, die mit dem Inhalt nichts zu tun haben.
In der Praxis
Ein Autohaus in Bremen veröffentlicht ein Video zum Reifenwechsel. Statt „Neues Video ist online“ steht in der ersten Zeile, ab wann Termine frei sind und wie lange der Wechsel dauert. Darunter folgen drei Sätze zum Ablauf und die Aufforderung, per Nachricht einen Termin anzufragen. Die Kommentare drehen sich anschließend um konkrete Termine statt um allgemeine Fragen.
Tipp aus der Agentur: Die erste Zeile wie eine Überschrift behandeln und laut lesen. Wer daraus nicht erkennt, worum es geht, klickt nicht auf „mehr“.
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