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Zweitverwertung (Repurposing)

Zweitverwertung, auch Repurposing, bedeutet, vorhandene Inhalte in neuen Formaten oder auf weiteren Kanälen erneut zu verwenden, statt jedes Mal neu zu produzieren.

Auch: Repurposing, Content Recycling, Mehrfachverwertung

Kurz erklärt

Aus einer Aufnahme lassen sich viele Beiträge bauen. Ein Interview ergibt Kurzvideos zu einzelnen Fragen, Zitatgrafiken, einen Blogtext und einen LinkedIn-Beitrag. Ein Drehtag auf der Baustelle liefert Material für Wochen, wenn beim Filmen bereits an die spätere Verwendung gedacht wird.

Wichtig ist Anpassung statt Kopie. Ein Reel eins zu eins auf LinkedIn zu stellen funktioniert selten, weil Sprache, Länge und Erwartung dort anders sind. Auch Wasserzeichen anderer Apps sollten nicht mitwandern. Sinnvoll ist, denselben Kern in der Form der jeweiligen Plattform neu zu verpacken.

Grenzen liegen bei Aktualität und Wiederholung. Inhalte mit Bezug auf ein Datum altern schnell, zeitlose Themen eignen sich besser. Und wer zu oft dasselbe zeigt, ermüdet die eigene Followerschaft, ein Abstand von einigen Monaten ist meist unproblematisch.

In der Praxis

Eine Bremer Bäckerei filmt einmal die Herstellung ihres Sauerteigbrots von der Führung bis zum Ofen. Daraus entstehen vier Kurzvideos zu einzelnen Schritten, ein Karussell mit Bildern, ein längeres Video für YouTube und ein Text für die Website zur Frage, warum Sauerteig länger frisch bleibt. Die Aufnahme dauerte einen Vormittag und füllt den Plan für sechs Wochen.

Tipp aus der Agentur: Beim Dreh gleich zusätzliches Material aufnehmen: Details, Hände, Nahaufnahmen ohne Sprache. Diese Bilder machen die Zweitverwertung später deutlich einfacher.

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