Kurz erklärt
Als zweiter Faktor dienen Codes aus einer Authenticator-App, Bestätigungen in der Plattform-App, Hardware-Schlüssel oder, als schwächste Variante, eine SMS. SMS-Codes lassen sich über den Austausch einer SIM-Karte abfangen, eine App ist deshalb die bessere Wahl.
Für Unternehmensprofile ist 2FA praktisch Pflicht, weil Instagram- und Facebook-Konten regelmäßig Ziel von Phishing sind. Typischer Ablauf: Eine Nachricht meldet einen angeblichen Urheberrechtsverstoß, verlinkt eine täuschend echte Anmeldeseite und greift die Zugangsdaten ab. Mit aktivem zweiten Faktor scheitert der Zugriff trotz gestohlenem Passwort.
Wichtig sind die Wiederherstellungscodes, die beim Einrichten angezeigt werden. Sie gehören ausgedruckt oder in einen Passwortmanager, sonst sperrt ein verlorenes oder gewechseltes Telefon das eigene Konto aus. In Betrieben sollten mindestens zwei Personen Zugriff auf diese Codes haben, sonst hängt der Zugang an einer einzigen Person.
In der Praxis
In einem Bremer Maklerbüro erhält die Bürokraft eine Nachricht, das Instagram-Konto werde wegen einer Urheberrechtsverletzung gesperrt, mit Link zur Prüfung. Sie gibt die Zugangsdaten ein. Weil für das Konto eine Authenticator-App eingerichtet ist, fehlt den Angreifern der Code, der Zugriff scheitert. Das Passwort wird sofort geändert, der Vorfall bleibt folgenlos.
Tipp aus der Agentur: Eine Authenticator-App statt SMS wählen und die Wiederherstellungscodes an einem zweiten Ort ablegen. Ohne diese Codes hilft auch der Support selten schnell weiter.
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