Kurz erklärt
In den Werbeanzeigenmanagern lassen sich Länder, Regionen, Städte, Postleitzahlen oder ein Radius um eine Adresse auswählen. Wichtig ist die Unterscheidung, ob Menschen angesprochen werden, die dort wohnen, oder auch solche, die sich zeitweise dort aufhalten. Für lokale Betriebe ist der Wohnort meist die richtige Einstellung.
Für Betriebe mit festem Einzugsgebiet ist das die wirksamste Eingrenzung überhaupt, weil sie Streuverluste vermeidet, ohne inhaltlich zu filtern. Ergänzt wird sie durch ortsbezogene Inhalte: erkennbare Straßenzüge, Stadtteilnamen im Text, regionale Bezüge im Video.
Grenzen liegen in der Genauigkeit. Standortdaten sind ungenau, ein Radius endet nicht an einer Straße, und Postleitzahlgebiete passen selten exakt zum tatsächlichen Einzugsgebiet. Zu kleine Gebiete führen außerdem zu winzigen Zielgruppen, hoher Frequenz und steigenden Kosten. Bei Stellenanzeigen und Immobilien gelten zusätzlich Einschränkungen für kleinräumiges Targeting.
In der Praxis
Ein Pizzalieferdienst in Bremen begrenzt seine Anzeigen auf das tatsächliche Liefergebiet, statt die ganze Stadt zu bewerben. Für zwei Stadtteile am Rand des Gebiets laufen eigene Motive mit dem jeweiligen Stadtteilnamen. Anfragen aus Orten, in die gar nicht geliefert wird, entfallen, und das Budget verteilt sich auf Menschen, die tatsächlich bestellen können.
Tipp aus der Agentur: Den Radius am Liefer- oder Anfahrtsgebiet ausrichten, nicht am Wunschgebiet. Anfragen von außerhalb kosten Zeit und bringen selten Aufträge.
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