Kurz erklärt
Paid Social läuft über die Werbekonten der Plattformen, bei Meta über den Werbeanzeigenmanager. Dort werden Ziel, Budget, Laufzeit, Zielgruppe und Platzierungen festgelegt. Die Auslieferung entscheidet eine Auktion, in der neben dem Gebot auch die erwartete Relevanz der Anzeige zählt.
Der Unterschied zum reinen Boosten eines Beitrags ist groß. Eine Kampagne mit klarem Ziel, sauberem Tracking und mehreren Anzeigenvarianten liefert verwertbare Daten, das Hochdrücken eines Postings über den Button meist nur Reichweite ohne Erkenntnis. Für einmalige Anlässe wie eine Veranstaltung kann das Boosten trotzdem genügen.
Paid Social ersetzt keine Inhalte. Das kreative Material entscheidet über den Großteil der Leistung, und Anzeigen nutzen sich ab: Nach einigen Wochen sinkt die Wirkung, wenn dieselbe Zielgruppe die Anzeige zu oft sieht. Regelmäßig neue Motive einzuplanen gehört deshalb zum Budget dazu.
In der Praxis
Ein Fliesenleger aus Delmenhorst schaltet zwei Wochen lang Anzeigen für Badsanierungen im Umkreis von 25 Kilometern. Drei Videovarianten laufen gegeneinander, jeweils mit demselben Formular als Ziel. Nach einer Woche wird die schwächste Variante gestoppt und das Budget auf die beiden anderen verteilt. Parallel läuft der organische Kanal weiter, damit Interessenten beim Profilbesuch echte Projekte sehen.
Tipp aus der Agentur: Vor dem ersten Budget klären, was gemessen wird und wo die Anfrage landet. Anzeigen ohne funktionierendes Formular und ohne Tracking erzeugen Aufwand ohne Erkenntnis.
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