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Glossar · A

Ad Fatigue

Ad Fatigue beschreibt den Wirkungsverlust einer Anzeige, wenn dieselbe Zielgruppe sie zu oft sieht: Klickrate und Reaktionen fallen, die Kosten pro Ergebnis steigen.

Auch: Anzeigenmüdigkeit, Werbemüdigkeit

Kurz erklärt

Ad Fatigue zeigt sich in den Zahlen, bevor sie jemand im Feed bemerkt. Typisch ist ein Muster: Die Frequenz steigt, die Klickrate sinkt, die Kosten pro Ergebnis ziehen an, während die Reichweite kaum noch wächst. Der Grund ist meist eine kleine Zielgruppe, die schnell durchgespielt ist.

Gegenmittel sind neues Material, eine erweiterte Zielgruppe oder ein Ausschluss der Menschen, die bereits reagiert haben. Oft genügt es, denselben Inhalt anders anzufangen, etwa mit einem anderen Hook, einem anderen Schnitt oder einem anderen Titelbild.

Bei Werbung mit sehr engem Radius, etwa einem einzelnen Stadtteil, tritt der Effekt schneller ein. Dort gehört ein Wechsel der Anzeigen von vornherein in den Plan, statt erst zu reagieren, wenn die Kosten steigen. Auch ein Wechsel des Formats hilft, etwa von der Bildanzeige zum kurzen Video.

In der Praxis

Ein Friseursalon in der Bremer Innenstadt bewirbt sein Angebot seit sechs Wochen mit demselben Video. Anfangs kamen regelmäßig Terminanfragen, inzwischen liegt die Frequenz bei 5+ und die Anfragen bleiben aus. Der Salon dreht drei neue Kurzvideos mit unterschiedlichen Anfängen, schließt die bestehende Kundschaft aus der Zielgruppe aus und startet neu. Die Kosten pro Anfrage sinken wieder.

Tipp aus der Agentur: Ein Blick auf Frequenz und Klickrate im Wochenvergleich genügt als Frühwarnung. Steigt die eine und fällt die andere, ist es Zeit für neues Material.

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