Kurz erklärt
Die Frequenz ist das Verhältnis von Impressionen zu erreichten Personen. Steigt sie stark an, sehen dieselben Menschen dieselbe Anzeige immer wieder. Die Folge ist Ad Fatigue: sinkende Klickrate, steigende Kosten pro Ergebnis und häufigeres Ausblenden oder Melden der Anzeige.
Wie sich die Frequenz steuern lässt, hängt vom Kampagnenziel ab. Bei Reichweitenkampagnen von Meta ist eine Obergrenze direkt einstellbar, bei anderen Zielen wirkt sie indirekt über Zielgruppengröße, Budget und Laufzeit. Kleine Zielgruppen mit hohem Budget führen fast zwangsläufig zu hoher Frequenz.
Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht. Bei Retargeting auf eine kleine Liste ist eine höhere Wiederholung normal, bei Kaltansprache stört sie schnell. Praktikabler als starre Grenzen ist es, die Frequenz laufend zu beobachten, Motive regelmäßig zu wechseln und Personen auszuschließen, die bereits gekauft oder angefragt haben.
In der Praxis
Eine Fahrschule in Bremen bewirbt Ferienkurse mit festem Budget auf eine sehr kleine Zielgruppe im Umkreis. Nach zehn Tagen liegt die Frequenz im zweistelligen Bereich, die Anfragen brechen ein, in den Kommentaren häufen sich genervte Reaktionen. Die Lösung besteht aus einem größeren Radius, zwei zusätzlichen Motiven und einem Ausschluss aller bereits angemeldeten Teilnehmer.
Tipp aus der Agentur: Bei kleinen lokalen Zielgruppen lieber die Laufzeit strecken als das Tagesbudget erhöhen. Sonst ist dieselbe Anzeige in wenigen Tagen verbraucht.
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