Kurz erklärt
Die Kennzahl beantwortet eine einfache Frage: Wie oft hat dieselbe Person die Anzeige gesehen? Ein Wert von 3 bedeutet, dass die erreichten Menschen die Anzeige im Schnitt dreimal gesehen haben. Weil es ein Durchschnitt ist, verbergen sich dahinter Personen mit einem einzigen Kontakt und solche mit zehn.
Ein gesunder Bereich hängt vom Ziel ab. Für Bekanntheit über mehrere Wochen sind Werte im niedrigen einstelligen Bereich normal, bei kurzen Aktionen darf es mehr sein. Kritisch wird es, wenn die Frequenz steigt, ohne dass Ergebnisse folgen.
Steuern lässt sich der Wert über Budget, Größe der Zielgruppe, Laufzeit und Frequency Capping. Bei Reichweitenkampagnen bietet Meta eine direkte Begrenzung an, bei anderen Zielen wirken vor allem eine größere Zielgruppe und neues Material. Bei Recruiting-Kampagnen im ländlichen Umland ist eine höhere Frequenz oft unvermeidlich, weil die passende Zielgruppe schlicht klein ist.
In der Praxis
Ein Immobilienmakler bewirbt ein Objekt in einem Bremer Stadtteil und richtet die Anzeige auf einen engen Umkreis aus. Nach acht Tagen liegt die Frequenz bei 6, die Anfragen kamen aber nur in den ersten drei Tagen. Der Makler erweitert den Radius, ergänzt Interessen zum Thema Immobilienkauf und tauscht das Titelbild. Die Frequenz fällt, die Anfragen laufen wieder an.
Tipp aus der Agentur: Frequenz nie allein bewerten. Erst zusammen mit Klickrate und Kosten pro Ergebnis zeigt sich, ob Wiederholung noch wirkt oder schon stört.
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