Kurz erklärt
Der Aufbau ist bei Meta und TikTok gleich dreistufig: Kampagne, Anzeigengruppe, Anzeige. Auf Kampagnenebene wird das Ziel gewählt, etwa Reichweite, Traffic, Interaktion, Leads oder Verkäufe. Diese Wahl bestimmt, wen die Plattform sucht, und ist damit die folgenreichste Einstellung überhaupt.
Die Anzeigengruppe legt Zielgruppe, Platzierungen und Zeitraum fest, die Anzeige enthält Video oder Bild, Text und Handlungsaufforderung. Ein häufiger Fehler ist ein Ziel, das nicht zum Wunsch passt: Wer Anfragen möchte, aber auf Reichweite optimiert, bekommt günstige Sichtkontakte und keine Kunden.
Eine Kampagne endet nicht mit dem Start. Nach der Lernphase wird geprüft, welche Anzeige trägt, schwache Varianten werden ersetzt, das Ziel bleibt stabil. Hilfreich ist außerdem eine feste Namensgebung für Kampagnen, Anzeigengruppen und Anzeigen, etwa aus Ziel, Zielgruppe und Monat. Ohne sie ist nach einem halben Jahr nicht mehr nachvollziehbar, welche Variante welches Ergebnis gebracht hat.
In der Praxis
Ein Dachdeckerbetrieb aus Delmenhorst sucht zwei Mitarbeiter. Die Kampagne läuft mit dem Ziel Leads, darunter eine Anzeigengruppe für den Umkreis von vierzig Kilometern und drei Anzeigen: ein Video vom Team auf dem Dach, ein kurzes Statement des Chefs und eine Bildanzeige mit den wichtigsten Punkten zur Stelle. Nach zehn Tagen bleibt das Teamvideo, die beiden anderen werden ausgetauscht.
Tipp aus der Agentur: Das Kampagnenziel sollte dem entsprechen, was am Ende gezählt wird. Wer Bewerbungen braucht, optimiert auf Formularabschlüsse und nicht auf Klicks.
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