Kurz erklärt
Menschen folgen Menschen. Ein Gesicht, eine wiedererkennbare Haltung und eine klare fachliche Zuständigkeit erzeugen mehr Vertrauen als ein anonymes Firmenlogo. Besonders auf LinkedIn und in Kurzvideos wirkt das stark, weil dort Stimme, Tempo und Körpersprache mitspielen.
Der Aufbau braucht drei Entscheidungen: für welches Thema die Person stehen soll, welche Erfahrungen das glaubhaft machen und in welchem Ton sie spricht. Danach zählt Wiederholung. Wer jede Woche zum selben Themenfeld etwas beiträgt, wird nach Monaten mit diesem Thema verbunden.
Zwei Risiken sind zu bedenken. Die Reichweite hängt an einer einzelnen Person, was bei Krankheit, Wechsel oder Verkauf des Betriebs zum Problem wird. Und Privates sollte bewusst dosiert werden: Nähe erzeugt Vertrauen, aber die Grenze zieht die Person selbst und nicht das Publikum.
In der Praxis
Der Inhaber eines Elektrobetriebs aus Achim veröffentlicht wöchentlich ein kurzes Video, in dem er eine Frage aus dem Kundenalltag beantwortet, etwa zur Wallbox in der Garage. Nach einigen Monaten sprechen ihn Kunden im Baumarkt auf die Videos an, und Bewerbungen kommen mit dem Hinweis, man kenne ihn aus Instagram. Das Firmenprofil bleibt daneben bestehen und zeigt Projekte statt Person.
Tipp aus der Agentur: Persönliches Profil und Firmenprofil unterschiedlich bespielen, statt beides doppelt zu füllen. Sonst konkurrieren zwei Kanäle um dieselbe Aufmerksamkeit.
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