Kurz erklärt
Broadcast-Kanäle liegen im Posteingang und funktionieren wie ein Newsletter im Messenger. Nur der Betreiber schreibt Texte, Bilder, Sprachnachrichten oder Umfragen, Abonnenten können mit Emojis reagieren und an Umfragen teilnehmen. Der Beitritt läuft über einen Hinweis im Profil, in Stories oder über eine Einladung.
Der Vorteil ist die Zustellung: Nachrichten landen im Posteingang statt in einem Feed, in dem ein Algorithmus über die Ausspielung entscheidet. Das eignet sich für Ankündigungen, kurzfristige Termine, Blicke hinter die Kulissen oder Vorabinformationen für Stammkunden.
Grenzen liegen im fehlenden Rückkanal und in der Reizschwelle. Wer täglich schreibt, verliert Abonnenten schnell, weil jede Nachricht als Benachrichtigung ankommt. Die Kontaktliste gehört außerdem der Plattform: Anders als bei einem Newsletter mit eigener Adressliste ist der Zugang weg, sobald das Konto gesperrt wird.
In der Praxis
Eine Bremer Eventgastronomie richtet einen Broadcast-Kanal für Stammgäste ein und kündigt dort einmal pro Woche das Wochenprogramm sowie kurzfristig frei gewordene Tische an. Reservierungen kommen anschließend per Direktnachricht herein. Eine Umfrage zur Musikrichtung des kommenden Abends liefert nebenbei Rückmeldungen. Der Kanal ersetzt keine Beiträge im Feed, erreicht aber die Gäste, die ohnehin regelmäßig kommen.
Tipp aus der Agentur: Einen festen Rhythmus ankündigen und einhalten, etwa einmal pro Woche. Unregelmäßige Nachrichtenflut ist der häufigste Grund, einen Kanal zu verlassen.
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