Kurz erklärt
Der Begriff stammt aus dem Modell Hero, Hub, Help. Hero Content sind die großen Stücke: ein Imagefilm, eine Kampagne zum Firmenjubiläum, ein aufwendiges Key Visual. Hub Content ist der regelmäßige Rhythmus, Help Content beantwortet konkrete Fragen der Zielgruppe.
Hero Content zahlt vor allem auf Bekanntheit und Positionierung ein, selten direkt auf Anfragen. Sein Wert entsteht durch Zweitverwertung: Aus einem Dreh entstehen Reels, Stories, Anzeigenmotive, Website-Material und Bilder für Bewerbungsunterlagen. Wer das im Konzept mitdenkt, plant Einstellungen gleich in mehreren Seitenverhältnissen.
Der häufigste Fehler ist ein einzelnes großes Video ohne Umfeld. Ohne regelmäßige Inhalte daneben verpufft die Aufmerksamkeit nach wenigen Tagen, und das Budget steckt in einem Stück, das kaum jemand sieht. Sinnvoll ist deshalb, den Aufwand zu teilen: ein großes Stück im Jahr und daneben ein verlässlicher Rhythmus kleinerer Formate.
In der Praxis
Ein Autohaus in Bremen produziert einmal im Jahr einen Film zum Standort mit Werkstatt, Team und Fahraufnahmen. Aus dem Drehtag entstehen zusätzlich zwölf kurze Clips, Standbilder für Anzeigen und Aufnahmen für die Stellenausschreibungen. Der Film läuft im Empfangsbereich und auf der Startseite, die Kurzformate tragen ihn über das Jahr verteilt durch Instagram und Facebook.
Tipp aus der Agentur: Ein Hero-Dreh lohnt sich erst, wenn der Plan für die restlichen elf Monate steht. Sonst fehlt der Unterbau, der die Aufmerksamkeit auffängt.
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