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Glossar · J

Jump Cut

Ein Jump Cut ist ein harter Schnitt innerhalb derselben Einstellung, bei dem Pausen, Versprecher und Füllwörter entfernt werden.

Auch: Jump Cuts, Jump Cut Editing, harter Schnitt

Kurz erklärt

Im klassischen Film gilt der Jump Cut als Fehler, weil das Bild sichtbar springt. In Kurzvideos ist er Standard: Eine Person spricht in die Kamera, alle Atempausen werden herausgeschnitten, das Tempo bleibt hoch. Aus drei Minuten Rohmaterial entsteht so ein Clip von 40 Sekunden.

Der Sprung lässt sich abmildern, indem zwischen den Schnitten Bildgröße oder Position leicht verändert werden, oder indem B-Roll darübergelegt wird. Werkzeuge wie CapCut entfernen Sprechpausen automatisch. Der Ton sollte an den Schnittstellen kurz überblendet werden, sonst entstehen hörbare Kanten.

Zu viel des Guten wirkt hektisch. Wenn jede halbe Sekunde geschnitten wird, verliert der Zuschauer den Faden, gerade bei Erklärinhalten. Ein Rhythmus, der zum Thema passt, ist wichtiger als maximale Geschwindigkeit. Bei ruhigen Themen wirkt ein zurückhaltender Schnitt oft glaubwürdiger als ein hohes Tempo.

In der Praxis

Ein Steuerberater aus Bremen nimmt seine Erklärvideos frei gesprochen am Schreibtisch auf. Beim Schnitt werden Pausen und Versprecher entfernt, zwischendurch erscheinen Aufnahmen von Unterlagen und Bildschirm. Aus vier Minuten Aufnahme bleibt ein Video von knapp einer Minute. Untertitel laufen mit, weil viele Zuschauer ohne Ton schauen. Für die Aufnahme genügen ein Stativ, ein Ansteckmikrofon und Tageslicht am Fenster.

Tipp aus der Agentur: Beim Dreh nach einem Versprecher einfach den ganzen Satz wiederholen. Das spart im Schnitt mehr Zeit als jeder Versuch, die Aufnahme zu retten.

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