Kurz erklärt
Live-Formate erzeugen Nähe, weil sie unbearbeitet sind und Zuschauer direkt Fragen stellen können. Typisch sind Fragerunden, Produktvorstellungen, Blicke hinter die Kulissen und Übertragungen von Veranstaltungen. Wer live geht, erhält meist eine Benachrichtigung an die Follower, was den Start erleichtert.
Der Aufwand wird oft unterschätzt. Ohne Ankündigung schauen kaum Menschen zu, und die Anfangsminuten sind fast immer leer. Hilfreich sind ein fester Termin, eine Ankündigung in Stories und im Feed, ein grober Ablauf, eine zweite Person für die Moderation der Kommentare sowie stabile Verbindung, gutes Licht und vor allem brauchbarer Ton.
Für kleine Unternehmen lohnt Live selten als Reichweitenmotor, aber als Vertrauensformat für bestehende Follower. Die Aufzeichnung lässt sich anschließend zu kurzen Ausschnitten weiterverarbeiten, die deutlich mehr Menschen erreichen als der Stream selbst.
In der Praxis
Ein Fahrradhändler in der Bremer Innenstadt geht vor dem Saisonstart 20 Minuten live und beantwortet Fragen zur Wartung: Kette, Bremsen, Akku-Pflege im Winter. Zuschauer sind selten mehr als 30 gleichzeitig, dafür fast alle aus der Region. Aus den Fragen entstehen anschließend sechs kurze Videos, die über Wochen laufen und mehr Menschen erreichen als die Übertragung.
Tipp aus der Agentur: Live-Formate immer mindestens zwei Tage vorher ankündigen und den Termin wiederholen. Aus jeder Übertragung lassen sich mehrere kurze Clips schneiden, das ist der eigentliche Ertrag.
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