Kurz erklärt
Ein Moodboard ersetzt Diskussionen über Geschmack durch Anschauung. Statt über Begriffe wie modern oder hochwertig zu streiten, liegen konkrete Referenzen auf dem Tisch: Lichtstimmung, Bildausschnitte, Farbwelt, Schrift, Beispiele aus anderen Branchen. Vor Drehtagen und Fotoshootings verkürzt das die Abstimmung erheblich.
Nützlich ist auch die Gegenprobe. Wer festhält, was ausdrücklich nicht gewollt ist, etwa gestellte Stockfotos oder harte Blitzlichtoptik, vermeidet Missverständnisse. Ein Moodboard ist dabei kein Storyboard: Es beschreibt Anmutung, nicht Ablauf oder einzelne Einstellungen.
In der Praxis reichen ein bis zwei Seiten mit gut ausgewählten Beispielen. Zu große Sammlungen werden beliebig, und jede Referenz sollte begründet sein. Aus dem Moodboard entstehen später verbindliche Vorgaben in den Brand Guidelines. Sinnvoll ist zudem, es vor dem Dreh mit allen Beteiligten durchzusprechen, auch mit den Personen vor der Kamera.
In der Praxis
Vor dem ersten Drehtag mit einer Bremer Bäckerei sammelt das Team Beispiele: warmes Licht am frühen Morgen, Nahaufnahmen von Teig und Händen, keine gestellten Lächelbilder, gedeckte Farben statt Signalrot. Am Drehtag entfallen dadurch die Grundsatzdiskussionen, und die Bilder passen später zu den Ladenfotos und zur Website, weil alle vom selben Stil ausgegangen sind.
Tipp aus der Agentur: Ins Moodboard gehören immer auch drei Beispiele für den unerwünschten Stil. Die Abgrenzung spart am Drehtag mehr Zeit als jede zusätzliche positive Referenz.
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