Kurz erklärt
Vor dem Drehtag stehen Konzept, Drehplan und Motivliste. Festgelegt werden Reihenfolge der Einstellungen, Orte, beteiligte Personen, Zeitfenster und benötigte Requisiten. Diese Vorbereitung entscheidet über das Ergebnis, weil ein voller Tag im laufenden Betrieb nur begrenzt Raum für Improvisation lässt.
Im Ablauf werden Motive nach Ort gebündelt, nicht nach Reihenfolge im fertigen Film, damit Licht und Ton nicht ständig umgebaut werden. Neben den geplanten Szenen entstehen B-Roll, Detailaufnahmen und O-Töne. Ein gut vorbereiteter Tag liefert Material für mehrere Wochen Content, wenn von Anfang an sowohl querformatige als auch vertikale Aufnahmen entstehen.
Typische Fehler sind zu viele Motive an einem Tag, fehlende Ansprechpartner im Betrieb, unklare Einwilligungen der gefilmten Personen und Lärm durch laufende Arbeiten. Wetter und Baustellenfortschritt gehören mit Ausweichplan eingeplant.
In der Praxis
Ein Sanitärbetrieb aus Bremen-Nord plant einen Drehtag: vormittags Aufnahmen auf einer Baustelle, mittags Interviews mit zwei Gesellen im Lager, nachmittags Detailaufnahmen von Werkzeug und Fahrzeugen. Aus dem Material entstehen ein Imagefilm, ein Recruiting-Video und zwölf kurze Vertikalvideos für Instagram und TikTok. Der Betrieb stellt eine feste Ansprechperson, die den Zeitplan im Blick behält.
Tipp aus der Agentur: Für jeden Drehtag eine verantwortliche Person im Betrieb benennen, die Zugänge, Schlüssel und Termine klärt. Das spart mehr Zeit als jede Technik.
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