Kurz erklärt
Eine Guideline beantwortet die Fragen, die im Alltag Zeit kosten: Wer darf posten, wer gibt frei, welche Themen sind tabu, wie schnell wird auf Kommentare geantwortet, welche Bilder dürfen verwendet werden. Sie ist kein juristisches Dokument, sondern eine Arbeitsgrundlage von wenigen Seiten.
Zum Kern gehören Tonalität, Bildsprache, Rechte an Fotos und Musik, Regeln zu Personenaufnahmen und ein Ablauf für kritische Kommentare. Sinnvoll ist außerdem eine Übersicht, wer Zugriff auf welche Konten hat, damit beim Ausscheiden von Mitarbeitenden nichts verloren geht.
Zu lange Dokumente werden nicht gelesen. Besser sind konkrete Beispiele für erlaubte und nicht erlaubte Formulierungen. Eine Guideline, die nie aktualisiert wird, verliert nach einem Plattformwechsel schnell ihren Wert. Sinnvoll ist eine jährliche Durchsicht gemeinsam mit den Personen, die tatsächlich veröffentlichen. So bleiben die Regeln nah am Arbeitsalltag.
In der Praxis
Ein Autohaus im Bremer Umland lässt drei Mitarbeitende Inhalte posten: Verkauf, Werkstatt und Ausbildung. Ohne Absprache erschienen Fotos in unterschiedlichen Farbwelten, und ein Kommentar zu einer Reklamation blieb tagelang unbeantwortet. Eine zweiseitige Guideline legt fest, wer welchen Bereich bespielt, dass Reklamationen innerhalb eines Werktags in die Direktnachricht wandern und welche Bildlooks genutzt werden. Danach wirkt das Profil einheitlich.
Tipp aus der Agentur: Die Guideline gehört in die Einarbeitung neuer Mitarbeitender, nicht in einen Ordner auf dem Laufwerk. Ein Blatt am Arbeitsplatz wirkt besser als ein ungelesenes Dokument.
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