Kurz erklärt
Beim Veröffentlichen lässt sich ein Reel als Test markieren. Es erscheint dann nicht im eigenen Feed und nicht im Profilraster, sondern wird ausschließlich an Konten ausgespielt, die dem Profil nicht folgen. Nach einigen Stunden zeigt Instagram Werte zu Aufrufen, Likes, Kommentaren und Followerzuwachs.
Fällt das Ergebnis gut aus, lässt sich das Reel nachträglich für alle veröffentlichen, entweder von Hand oder automatisch beim Erreichen einer Schwelle. Fällt es schwach aus, bleibt es für die eigenen Follower unsichtbar. Das nimmt den Druck, neue Formate auszuprobieren.
Der Test misst die Wirkung bei fremden Konten, nicht bei der eigenen Community. Für Inhalte, die vor allem Bestandskunden ansprechen, ist er wenig aussagekräftig. Sinnvoll ist er bei Hooks, Titeln und neuen Formaten. Nötig ist außerdem Geduld, denn belastbar wird ein Test erst nach einigen Stunden, weil die Ausspielung langsam anläuft.
In der Praxis
Eine Bremer Fahrschule ist unsicher, ob Videos mit Prüfungsfragen oder mit Fahrsituationen besser laufen. Beide Varianten werden am selben Tag als Trial Reels veröffentlicht, mit gleichem Aufbau. Die Version mit den Prüfungsfragen erreicht deutlich mehr Konten und bringt neue Follower. Sie wird für alle freigeschaltet, die andere bleibt im Test. Aus dem Ergebnis entsteht eine feste Reihe.
Tipp aus der Agentur: Immer nur eine Sache testen, meist die ersten drei Sekunden. Wer Hook, Thema und Länge gleichzeitig ändert, weiß am Ende nicht, woran das Ergebnis lag.
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