Kurz erklärt
Berechnet wird die VTR als Zahl der Wiedergaben bis zu einer bestimmten Marke geteilt durch die Zahl der gestarteten Wiedergaben. Üblich sind Marken bei 25, 50, 75 und 100 Prozent der Laufzeit, in Werbekonten auch feste Sekundenwerte.
Der Wert zeigt, ob Anfang und Aufbau eines Videos tragen. Ein Abfall zwischen Start und 25 Prozent deutet auf einen schwachen Hook hin, ein Abfall in der Mitte auf zu viel Vorrede oder eine unklare Struktur. In Werbekonten dient die VTR außerdem als früher Hinweis, welches Creative weiterlaufen sollte, lange bevor genug Conversions für eine sichere Bewertung vorliegen.
Vergleiche nur innerhalb einer Plattform und bei ähnlichen Videolängen ziehen. Kurze Videos erreichen naturgemäß höhere Abschlussraten, und was als Aufruf zählt, ist je nach Plattform unterschiedlich definiert.
In der Praxis
Ein Autohaus testet zwei Anzeigenvideos für ein Gebrauchtwagenangebot. Beide starten gleich oft, doch bei Version A sehen deutlich mehr Personen bis zur Hälfte. Version B zeigt in den ersten Sekunden das Logo, Version A sofort das Fahrzeug mit dem Preisargument im Text. Nach drei Tagen wird B gestoppt und das Budget auf A gelegt, obwohl noch keine Probefahrt-Anfragen vorliegen.
Tipp aus der Agentur: Bei Anzeigentests früh auf die VTR bei 25 Prozent schauen. Sie zeigt Unterschiede zwischen Creatives, wenn die Zahl der Anfragen noch zu klein für eine sichere Aussage ist.
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