Kurz erklärt
Watchtime ist eine absolute Größe: Zehntausend Aufrufe mit je fünf Sekunden ergeben weniger Watchtime als tausend Aufrufe mit je einer Minute. Auf YouTube gilt sie seit Jahren als eine der wichtigsten Kennzahlen für Empfehlungen, bei Kurzvideos zählt zusätzlich, wie oft ein Clip mehrfach durchläuft.
Zu unterscheiden ist Watchtime von der durchschnittlichen Wiedergabedauer und von der Haltequote. Die Summe wächst auch dann, wenn sehr viele Menschen nur kurz zusehen. Aussagekräftig wird sie deshalb erst zusammen mit dem Zuschauerverlauf, der zeigt, an welcher Stelle abgebrochen wird.
Videos künstlich zu strecken bringt keine dauerhafte Wirkung, weil frühe Abbrüche die Ausspielung bremsen. Sinnvoller ist ein Aufbau, der bis zum Ende einen Grund zum Bleiben liefert, etwa ein Ergebnis, das erst am Schluss zu sehen ist.
In der Praxis
Eine Bremer Hundeschule veröffentlicht sowohl Kurzvideos als auch längere Trainingsclips auf YouTube. Die Kurzvideos bringen viele Aufrufe, die längeren Videos deutlich mehr Watchtime, obwohl weniger Menschen sie starten. Der Kanal wird häufiger empfohlen, seit regelmäßig ein längeres Video pro Monat erscheint, das eine Übung vollständig zeigt. Die Kurzvideos dienen weiter als Einstieg.
Tipp aus der Agentur: Watchtime nie allein betrachten. Zusammen mit dem Zuschauerverlauf zeigt sie, ob ein Video zu lang ist oder ob schlicht zu wenige Menschen es starten.
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