Kurz erklärt
Ad Blocker arbeiten mit Filterlisten: Sie erkennen bekannte Werbeserver und Skripte und verhindern, dass diese geladen werden. Betroffen sind vor allem Banner und Anzeigen auf Websites, außerdem häufig Trackingskripte wie das Meta-Pixel.
Für Unternehmen hat das zwei Folgen. Erstens erreichen klassische Displaykampagnen einen Teil der Menschen nicht. Zweitens fehlen Messdaten, weshalb Zahlen im Werbeanzeigenmanager und in der Website-Statistik auseinanderlaufen können. Serverseitige Messung über die Conversion API gleicht einen Teil davon aus.
In Apps wie Instagram, TikTok oder LinkedIn greifen Ad Blocker in der Regel nicht, weil Werbung dort Teil des Feeds ist. Wer stark auf Social-Anzeigen und eigene Kanäle setzt, ist vom Thema deutlich weniger betroffen als reine Displaywerbung. Sinnvoll bleibt trotzdem, Reichweite nicht allein auf Werbung zu stützen, sondern parallel eigene Kanäle, Newsletter und das Google Unternehmensprofil zu pflegen.
In der Praxis
Ein Steuerberatungsbüro in Bremen wundert sich, warum die Website-Statistik weniger Anfragen zählt als der Werbeanzeigenmanager meldet. Ein Teil der Besucher nutzt Ad Blocker oder lehnt Cookies ab, dadurch werden Ereignisse im Browser nicht erfasst. Das Büro richtet die Conversion API ein und zählt zusätzlich die tatsächlich eingegangenen Formularanfragen im Postfach. Seitdem passen Entscheidung und Datenlage wieder zusammen.
Tipp aus der Agentur: Bei Abweichungen zwischen Plattform und Website hilft eine dritte, manuelle Zählung, etwa der Anfragen im Postfach. Sie zeigt, welcher Quelle wie weit zu trauen ist.
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