Kurz erklärt
Alt-Texte gibt es auf Websites als Attribut im Bild-Element und in sozialen Netzwerken als eigenes Feld, bei Instagram unter den erweiterten Einstellungen vor dem Veröffentlichen. Instagram erzeugt automatisch eine Beschreibung, diese bleibt aber grob und benennt oft nur Objekte.
Guter Alt-Text beschreibt in ein bis zwei Sätzen, was zu sehen ist und worum es geht. Aneinandergereihte Keywords schaden, weil sie für blinde Menschen unbrauchbar sind. Steht der Inhalt bereits im umgebenden Text, genügt eine knappe Beschreibung. Rein dekorative Bilder bekommen ein leeres Attribut.
Neben der Barrierefreiheit hilft Alt-Text bei der Bildersuche und beim Verständnis einer Seite. Für öffentliche Stellen und viele Unternehmen ist Barrierefreiheit inzwischen zusätzlich rechtlich relevant. Auch Sprachassistenten und KI-Suchen greifen auf solche Beschreibungen zurück, wenn sie Inhalte einer Seite zusammenfassen. Ein gepflegter Alt-Text ist damit zugleich Pflicht und Sichtbarkeitsvorteil.
In der Praxis
Ein Bremer Optiker veröffentlicht Bilder neuer Fassungen. Statt der automatischen Beschreibung „Bild könnte enthalten: Brille“ trägt das Team ein: „Runde Metallfassung in Gold auf hellem Holztisch, seitlich fotografiert“. Auf der Website steht dieselbe Beschreibung im Alt-Attribut. Menschen, die einen Screenreader nutzen, verstehen dadurch das Angebot, und die Bilder tauchen in der Bildersuche auf.
Tipp aus der Agentur: Alt-Text am besten direkt beim Hochladen schreiben. Später nachträglich zu ergänzen, kostet ein Vielfaches an Zeit und wird selten erledigt.
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