Kurz erklärt
In den Werbeanzeigenmanagern ist Engagement ein eigenes Kampagnenziel. Das System sucht dann gezielt Personen, die erfahrungsgemäß auf Beiträge reagieren. Das ist günstig pro Interaktion, sagt aber wenig über die Kaufabsicht aus, weil genau darauf nicht optimiert wird.
Sinnvoll sind solche Kampagnen in wenigen Fällen: um einen neuen Kanal anzuschieben, um ein Video vor eine breite lokale Zielgruppe zu bringen und daraus eine Custom Audience für spätere Kampagnen zu bilden, oder um vor Veranstaltungen Aufmerksamkeit in der Region zu erzeugen.
Der häufigste Fehler ist, Engagement mit Geschäftserfolg zu verwechseln. Viele billige Kommentare aus Regionen ohne Bezug zum Betrieb verbessern keine Auftragslage und verzerren die Kanaldaten. Wer Anfragen braucht, wählt ein Ziel wie Leads oder Conversions und akzeptiert dafür höhere Kosten pro Ergebnis.
In der Praxis
Ein Möbelhaus im Bremer Umland bewirbt einen Aktionstag. Zwei Wochen vorher läuft eine Engagement-Kampagne mit einem kurzen Video, begrenzt auf die Region. Alle, die das Video mindestens zur Hälfte gesehen haben, landen anschließend in einer eigenen Zielgruppe und bekommen kurz vor dem Termin eine zweite Anzeige mit Datum, Adresse und Programm des Aktionstags.
Tipp aus der Agentur: Engagement-Kampagnen nur als Vorstufe planen und die erreichte Gruppe später erneut ansprechen. Allein stehend sind sie meist verlorenes Budget.
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