Kurz erklärt
Als Interaktionen gelten Likes, Kommentare, geteilte Beiträge, gespeicherte Inhalte und je nach Definition auch Klicks. Der Bezugswert entscheidet über das Ergebnis: Bezogen auf die Reichweite fällt die Rate höher aus als bezogen auf alle Follower. Vergleiche funktionieren nur bei gleicher Formel. Viele Werkzeuge rechnen unterschiedlich, weshalb ein eigener, gleichbleibender Rechenweg sinnvoll ist.
Für Plattformen sind Interaktionen ein Signal für Relevanz, allerdings nicht alle gleich stark. Geteilte und gespeicherte Beiträge wiegen in der Regel schwerer als Likes, weil sie mehr Aufwand bedeuten und auf Nutzen hindeuten. Kommentare sind zusätzlich wertvoll, weil sie Gespräche auslösen.
Eine hohe Rate ist kein Selbstzweck. Gewinnspiele und provokante Fragen heben den Wert kurzfristig, bringen aber selten Kunden. Aussagekräftig ist die Entwicklung über mehrere Monate im Zusammenspiel mit Anfragen und Abschlüssen.
In der Praxis
Ein Makler in Bremen vergleicht zwei Formate: Objektvorstellungen erhalten viele Likes, kurze Erklärungen zu Nebenkosten und Kaufablauf werden dagegen häufig gespeichert und geteilt. Obwohl die Likezahlen ähnlich aussehen, führen die Erklärvideos zu mehr Anfragen. Die Interaktionsrate wird deshalb getrennt nach Interaktionsart betrachtet, nicht als eine einzelne Zahl. Ausgewertet wird monatlich, nicht nach jedem einzelnen Beitrag.
Tipp aus der Agentur: Speicherungen und Weiterleitungen getrennt auswerten. Diese beiden Werte hängen bei kleinen Betrieben oft enger mit Anfragen zusammen als die Zahl der Likes.
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