Kurz erklärt
Speichern ist ein starkes Signal, weil es Aufwand bedeutet: Jemand will den Inhalt später wiederfinden. Für die Empfehlungssysteme von Instagram und TikTok zählt das mehr als ein Like, weil es auf tatsächlichen Nutzen hinweist. Die Speicherrate ergibt sich aus der Zahl der Speicherungen geteilt durch die erreichten Konten.
Hohe Werte erreichen Inhalte mit Anleitungscharakter: Checklisten, Übersichten, Rezepte, Schritt für Schritt erklärte Abläufe, Termin- und Sortimentspläne. Unterhaltung wird geteilt, Wissen wird gespeichert. Beides ist sinnvoll, verfolgt aber unterschiedliche Ziele.
Als alleiniger Maßstab taugt die Kennzahl wenig, denn ein gespeicherter Beitrag ist noch keine Anfrage. Sinnvoll ist der Vergleich der eigenen Werte über die Zeit statt der Vergleich mit fremden Richtwerten, die stark von Branche und Kontogröße abhängen. Aussagekräftig wird die Zahl erst gemeinsam mit Reichweite und eingehenden Anfragen.
In der Praxis
Eine Bäckerei aus Bremen-Walle veröffentlicht neben den üblichen Produktfotos einen Beitrag mit den Öffnungszeiten und Vorbestellfristen rund um die Feiertage. Dieser eine Beitrag wird häufiger gespeichert als alle Produktbilder der Vorwochen zusammen. Die Bäckerei zieht daraus den Schluss, jeden Monat einen Beitrag mit praktischem Nutzen zu planen, etwa die Übersicht der Brotsorten im Wochenverlauf.
Tipp aus der Agentur: Ein Hinweis am Ende des Videos, den Beitrag für später zu speichern, hebt die Rate messbar. Er wirkt aber nur, wenn der Inhalt wirklich zum Nachschlagen taugt.
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