Kurz erklärt
Lead Ads gibt es bei Meta, TikTok und LinkedIn. Beim Klick öffnet sich ein Formular innerhalb der Plattform, in dem Name, Telefonnummer und E-Mail-Adresse oft bereits vorausgefüllt sind. Das senkt die Hürde stark, weil keine Website geladen und kaum etwas getippt werden muss.
Genau diese niedrige Hürde ist auch die Schwäche. Wer in zwei Sekunden absendet, hat sich selten mit dem Angebot beschäftigt. Zusatzfragen, ein Bestätigungsschritt oder eine bewusst ausführlichere Formularvariante filtern besser. Bei erklärungsbedürftigen Leistungen und im Recruiting zahlt sich dieser Zwischenschritt fast immer aus.
Die Leads landen im Werbekonto und müssen aktiv abgeholt werden, über eine Anbindung an das CRM, eine automatische Benachrichtigung oder einen Export. Ohne Anbindung liegen Anfragen tagelang unbearbeitet. Datenschutzhinweis und Einwilligung gehören sauber im Formular hinterlegt.
In der Praxis
Ein Dachdeckerbetrieb aus Bremen-Nord sucht zwei Monteure. Statt auf eine Karriereseite zu führen, läuft eine Lead Ad mit drei Fragen: Wohnort, Berufserfahrung, frühester Starttermin. Jede Anfrage geht automatisch als E-Mail an den Inhaber, der noch am selben Tag zurückruft. Von zwölf Anfragen in zwei Wochen sind sieben ernst gemeint, drei kommen zum Kennenlernen. Den Unterschied macht der schnelle Rückruf, nicht das Formular.
Tipp aus der Agentur: Der Rückruf innerhalb von 24 Stunden gehört fest eingeplant, am besten mit einer verantwortlichen Person. Kein Formular rettet Anfragen, die eine Woche liegen bleiben.
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