Kurz erklärt
Anders als eine dauerhaft geschaltete Stellenanzeige hat eine Kampagne einen Anfang, ein Ende, ein Budget und ein Ziel in Bewerbungen. Sie richtet sich an Menschen, die gerade nicht aktiv suchen, aber wechselbereit sind, und trifft sie im normalen Verlauf ihres Feeds.
Wirksam sind Inhalte aus dem Betrieb selbst: Mitarbeiter, die über ihre Arbeit sprechen, Aufnahmen vom Arbeitsplatz, konkrete Angaben zu Arbeitszeiten, Ausstattung und Team. Formulierungen wie „familiäres Betriebsklima“ ohne Beleg wirken austauschbar. Die Zielgruppe wird über Ort, Alter und Interessen eingegrenzt, bei Handwerksberufen meist regional eng.
Eine Kampagne braucht eine Landingpage oder ein Formular, das ohne Unterlagen auskommt, und eine Person im Betrieb, die Rückmeldungen zeitnah bearbeitet. Ohne diese Zuständigkeit verpufft das Budget, weil Bewerber nicht erreicht werden. Sinnvoll ist außerdem, mehrere Motive gleichzeitig zu schalten und das schwächste nach einer Woche zu ersetzen.
In der Praxis
Eine Bremer Spedition sucht Berufskraftfahrer und dreht dafür drei kurze Videos: eine Fahrerin über ihre Touren, ein Blick in ein Fahrzeug und in die Werkstatt, dazu Angaben zu Schichten und Heimatnähe. Die Anzeigen laufen vier Wochen im Umkreis von 40 Kilometern. Bewerbungen kommen über ein Formular mit vier Feldern, die Disponentin ruft am selben Tag zurück.
Tipp aus der Agentur: Vor dem Kampagnenstart klären, wer die Bewerbungen annimmt und zurückruft. Schnelle Rückmeldung entscheidet im Handwerk häufig stärker als die Angaben in der Anzeige.
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