Kurz erklärt
Klassische Stellenanzeigen erreichen nur Menschen, die gerade suchen. Social Recruiting spricht die deutlich größere Gruppe an, die zufrieden genug ist, um nicht zu suchen, aber offen für ein besseres Angebot bleibt. Dafür werden Anzeigen auf Instagram, Facebook und TikTok nach Standort, Alter und Interessen ausgespielt.
Der Ablauf ist immer ähnlich: ein ehrliches Video aus dem Betrieb, eine Anzeige darauf, ein kurzes Formular statt einer vollständigen Bewerbung, danach schnelle Rückmeldung. Wer sich zwei Wochen Zeit lässt, verliert die Kontakte wieder. Der Unterschied liegt selten am Budget, sondern an Reaktionszeit und Ehrlichkeit im Video.
Grenzen zeigen sich bei sehr spezialisierten Positionen mit kleiner Zielgruppe. Und Kampagnen, die ein Arbeitsklima versprechen, das im Betrieb nicht existiert, führen zu Kündigungen in der Probezeit. Auch die Motive brauchen Pflege, weil sie sich nach einigen Wochen abnutzen.
In der Praxis
Ein SHK-Betrieb aus dem Bremer Umland sucht zwei Anlagenmechaniker. Statt einer Textanzeige entsteht ein 40 Sekunden langes Video, in dem zwei Monteure zeigen, wie ein Arbeitstag abläuft, inklusive Fahrzeug und Werkzeug. Die Anzeige läuft im Umkreis von 30 Kilometern, Bewerbungen laufen über ein Formular mit vier Fragen, der Rückruf erfolgt am selben Tag. Die Gespräche entstehen mit Kontakten, die nie eine Stellenbörse geöffnet hätten.
Tipp aus der Agentur: Die Mitarbeitenden vor der Kamera überzeugen mehr als die Geschäftsführung. Wer selbst in der Werkstatt steht, wirkt auf Bewerber glaubwürdig.
Das eigene Profil einschätzen lassen
Was dieser Begriff für das eigene Unternehmen bedeutet, klärt die kostenlose Kanal-Analyse: 15 Minuten, das eigene Profil, konkrete nächste Schritte. Ohne Verpflichtung.
Kostenlose Kanal-Analyse anfragenKostenlos und unverbindlich. Antwort innerhalb eines Werktags.
