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Glossar · M

Mobile-First-Content

Mobile-First-Content bezeichnet Inhalte, die zuerst für die Nutzung am Smartphone gestaltet werden, also hochkant, gut lesbar und auch ohne Ton verständlich.

Auch: Mobile First, Mobile-optimierter Content

Kurz erklärt

Social Media wird fast vollständig mobil genutzt, meist unterwegs, oft ohne Ton und in wenigen Sekunden. Daraus folgen konkrete Regeln: vertikales Format, große Schrift, hoher Kontrast, wenig Text pro Bild, Untertitel in jedem Video und wichtige Inhalte in der Mitte des Bildes, weil Ränder von Bedienelementen überdeckt werden.

Der Unterschied zeigt sich besonders bei vorhandenem Material. Ein Imagefilm im Querformat wirkt auf dem Handy klein und distanziert, selbst wenn er gut gemacht ist. Ein Zuschnitt allein reicht selten, weil Bildaufbau und Schnitttempo für eine andere Situation gedacht waren.

Auch außerhalb der Videos gilt der Grundsatz: Zielseiten müssen schnell laden, Formulare mit dem Daumen bedienbar sein, Telefonnummern direkt anrufbar. Ein guter Beitrag verliert seine Wirkung, wenn die verlinkte Seite am Handy hakt.

In der Praxis

Ein Bremer Bauunternehmen ließ einen Imagefilm im Querformat produzieren und stellte ihn unverändert auf Instagram. Kaum jemand sah ihn zu Ende. Beim nächsten Drehtag wurde parallel hochkant aufgenommen, mit Untertiteln, kurzen Szenen und dem Firmennamen früh im Bild. Dieselben Inhalte, anderes Format, deutlich längere Sehdauer und erstmals Bewerbungen über den Kanal.

Tipp aus der Agentur: Bei jedem Dreh eine vertikale Variante mitplanen, statt später zuzuschneiden. Und jeden Beitrag vor der Veröffentlichung einmal am Handy ohne Ton ansehen.

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