Kurz erklärt
Der Ad Rank entscheidet nicht nur über die Reihenfolge, sondern auch darüber, ob eine Anzeige überhaupt erscheint. Google setzt Mindestwerte an: Wer sie nicht erreicht, wird trotz hohem Gebot nicht ausgespielt. In die Berechnung fließen die erwartete Klickrate, die Relevanz der Anzeige zur Suchanfrage und die Erfahrung auf der Zielseite ein.
Daraus folgt ein angenehmer Nebeneffekt: Eine relevante Anzeige mit passender Landingpage kann eine bessere Position bei niedrigerem Gebot erreichen. Ladezeit, mobile Darstellung und die Frage, ob die Zielseite hält, was die Anzeige verspricht, sind damit Teil der Werbekosten.
Bei Meta und TikTok gibt es keinen Ad Rank in dieser Form, das Prinzip aus Gebot und erwarteter Qualität ist jedoch vergleichbar. Wer beide Wege nutzt, sollte deshalb nicht dieselben Texte übernehmen, sondern in der Suche die konkrete Frage und in Social den ersten Bildeindruck bedienen.
In der Praxis
Ein Sanitärbetrieb aus Bremen schaltet Suchanzeigen für Badsanierung und landet trotz hohem Gebot selten oben. Die Anzeige führt auf die Startseite, wo von Bädern zunächst nichts zu sehen ist. Nach dem Aufbau einer eigenen Landingpage zum Thema Badsanierung mit Bildern abgeschlossener Projekte und einem kurzen Anfrageformular steigt die Position, und die Anfragen kommen zu geringeren Kosten.
Tipp aus der Agentur: Vor jeder Gebotserhöhung zuerst die Zielseite prüfen. Passende Überschrift, kurze Ladezeit und ein sichtbares Formular wirken oft stärker als mehr Budget.
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