Kurz erklärt
In Anzeigenplattformen lässt sich ein Werbezeitplan hinterlegen. Bei Meta setzt das ein Laufzeitbudget voraus, bei Google Ads ist die Steuerung auch mit Tagesbudget möglich, inklusive Anpassung der Gebote zu bestimmten Zeiten.
Sinnvoll ist die Steuerung, wenn Reaktionen an Öffnungszeiten hängen, etwa bei Tischreservierungen, Anrufen oder Terminvergaben. Wer nur zu Zeiten wirbt, in denen jemand ans Telefon geht, verliert weniger Anfragen. Wer dagegen Formulare oder Nachrichten einsammelt, kann rund um die Uhr laufen lassen. Bei Recruiting-Anzeigen zeigt sich häufig das Gegenteil des Erwarteten: Bewerbungen entstehen abends und am Wochenende, wenn Zeit für Formulare ist.
Vorsicht bei zu engen Fenstern: Jede Einschränkung verkleinert den Auktionsraum und kann den Preis pro Ergebnis erhöhen. Erst messen, wann Ergebnisse entstehen, dann einschränken, nicht umgekehrt. Grundlage dafür ist der Bericht nach Tageszeit im Werbeanzeigenmanager.
In der Praxis
Ein Restaurant in der Bremer Überseestadt bewirbt seinen Mittagstisch. Anzeigen laufen werktags von neun bis vierzehn Uhr, weil Reservierungen fast immer am selben Tag entstehen. Am Wochenende, wenn die Küche ohnehin ausgelastet ist, pausiert die Kampagne. Nach vier Wochen zeigt die Auswertung, dass die meisten Anrufe zwischen zehn und zwölf Uhr eingehen, das Zeitfenster wird entsprechend geschärft.
Tipp aus der Agentur: Zeitpläne erst nach mindestens drei bis vier Wochen Datengrundlage setzen. Vorher ist die Verteilung über den Tag meist Zufall.
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