Kurz erklärt
Die Datengrundlage liefern die Plattformen selbst. Instagram und Facebook zeigen unter Insights die Verteilung nach Altersgruppen, Geschlecht und Orten sowie die Unterscheidung zwischen Followern und Nichtfollowern. TikTok und YouTube liefern ähnliche Werte, LinkedIn zusätzlich Branchen, Positionen und Unternehmensgrößen.
Der Nutzen entsteht durch den Abgleich mit der Wirklichkeit. Wenn die Kundschaft mehrheitlich aus Bremen kommt, die Reichweite aber überwiegend aus anderen Bundesländern, stimmen Thema oder Ansprache nicht. Ebenso aufschlussreich ist der Anteil erreichter Nichtfollower, weil er zeigt, ob neue Menschen dazukommen. Aufschlussreich ist außerdem, welche Beiträge Profilaufrufe und Nachrichten ausgelöst haben, denn dort zeigt sich echtes Interesse. Diese Verknüpfung liefert mehr Erkenntnis als jede Tabelle mit Altersgruppen.
Grenzen gibt es bei kleinen Konten: Unterhalb einer gewissen Zahl an Followern zeigen Plattformen demografische Daten nicht oder nur ungenau. Dann helfen Gespräche, Anfragen und Kommentare mehr als Statistiken.
In der Praxis
Ein Bremer Fitnessstudio prüft seine Zahlen und stellt fest, dass der größte Teil der Reichweite außerhalb der Region liegt, weil ein Übungsvideo überregional lief. Für das Studio bringt das wenig. Die nächsten Beiträge zeigen deshalb Orte und Menschen aus dem Stadtteil, dazu läuft eine Anzeige mit engem Umkreis. Der lokale Anteil der Reichweite steigt spürbar.
Tipp aus der Agentur: Vor jeder Strategieänderung den Standortbericht ansehen. Reichweite, die nicht in Fahrweite wohnt, hilft einem lokalen Betrieb nicht weiter.
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