Kurz erklärt
UGC entsteht freiwillig im Umfeld einer Marke: Ein Gast fotografiert sein Essen, ein Kunde filmt den Einbau der neuen Küche, jemand schreibt eine ausführliche Bewertung. Der Wert liegt in der Glaubwürdigkeit, weil sichtbar jemand anderes als das Unternehmen spricht.
Damit UGC nutzbar wird, braucht es zwei Dinge: Anlässe und Rechte. Anlässe entstehen durch Fragen in Stories, Markierungen im Profil, kleine Aktionen vor Ort oder durch ein Produkt, das man zeigen möchte. Rechte müssen schriftlich geklärt werden, eine Markierung allein erlaubt noch keine Weiterverwendung in Werbeanzeigen. Auch abgebildete Personen müssen zustimmen.
Eine typische Grenze: UGC lässt sich nicht planen wie eine Produktion. Wer allein darauf angewiesen ist, hat in ruhigen Monaten nichts. Sinnvoll ist eine Mischung aus eigenem Content und dem, was Kunden liefern. Auch die Qualität schwankt, leicht wackelige Aufnahmen wirken oft echter als perfekte Bilder, unsauberer Ton dagegen kostet Reichweite.
In der Praxis
Eine Bäckerei in Bremen-Findorff stellt ein kleines Schild an die Theke, das um Fotos vom Sonntagsfrühstück bittet, und nennt darauf den eigenen Profilnamen. Aus den eingehenden Markierungen wählt das Team wöchentlich zwei Bilder aus, fragt per Nachricht kurz nach der Erlaubnis und zeigt sie in einer Story-Reihe. Die Gäste teilen die Story weiter, der Aufwand bleibt bei wenigen Minuten pro Woche.
Tipp aus der Agentur: Die Erlaubnis immer schriftlich einholen und im gleichen Zug fragen, ob der Content auch für Anzeigen genutzt werden darf. Das spart später eine zweite Runde.
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