Kurz erklärt
Kaum jemand kauft beim ersten Kontakt. Zwischen dem ersten Reel und der Anfrage liegen meist mehrere Berührungspunkte: ein zweites Video, ein Blick ins Profil, eine Google-Suche nach dem Firmennamen, ein Bewertungsportal, vielleicht ein Gespräch mit Bekannten.
Für Social Media heißt das: Jede Stufe braucht andere Inhalte. Am Anfang steht Aufmerksamkeit, also kurze Videos, die auch ohne Vorwissen funktionieren. In der Mitte zählen Vertrauen und Antworten auf konkrete Fragen, etwa Ablauf, Dauer, Referenzen. Am Ende braucht es einen einfachen Weg zur Anfrage, ohne Umwege über drei Klicks.
Der häufigste Fehler ist, alles gleichzeitig zu wollen: Ein Video, das erklären, überzeugen und verkaufen soll, erreicht meist nichts davon. Ebenso häufig fehlt die Mitte, viel Reichweite oben, ein Kontaktformular unten, dazwischen nichts. Auch die Dauer wird unterschätzt, bei größeren Investitionen liegen zwischen erstem Kontakt und Auftrag oft Monate.
In der Praxis
Eine Physiopraxis in Bremen-Schwachhausen ordnet ihre Inhalte drei Stufen zu. Oben laufen kurze Übungsvideos gegen Nackenschmerzen, die auch Fremde ansehen. In der Mitte erklärt ein Team-Video den Ablauf des ersten Termins und wer die Behandlung übernimmt. Unten steht ein Highlight mit freien Terminen und der direkten Nummer. Wer aus einem Übungsvideo kommt, findet den Rest im Profil ohne Suchen.
Tipp aus der Agentur: Vor jedem Format kurz festhalten, für welche Stufe es gedacht ist. Das verhindert Inhalte, die niemanden erreichen, weil sie alles auf einmal wollen.
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