Kurz erklärt
Das Bild des Trichters zeigt: Viele sehen ein Video, weniger schauen ins Profil, noch weniger fragen an, ein Teil davon kauft. Jede Stufe verliert Personen, das ist normal und kein Fehler.
Für kleine Unternehmen ist vor allem die Frage wichtig, an welcher Stelle es hakt. Kaum Reichweite bedeutet ein Problem ganz oben, viele Aufrufe ohne Anfragen ein Problem in der Mitte, viele Anfragen ohne Aufträge eher eines im Verkaufsgespräch oder beim Angebot. Erst diese Zuordnung macht klar, welche Maßnahme überhaupt etwas ändert.
Der Funnel ist ein Denkmodell, keine Realität. Menschen springen zwischen Stufen, kommen Monate später zurück oder fragen sofort an. Wer ihn zu starr auslegt, baut komplizierte Abläufe mit vielen Automatisierungen, die im Alltag eines kleinen Betriebs am Ende niemand pflegt oder auswertet.
In der Praxis
Ein Malerbetrieb aus Bremen-Nord stellt fest, dass seine Reels gut laufen, aber kaum Anfragen kommen. Statt mehr zu posten, ergänzt er die Mitte: ein Video über den Ablauf von der Besichtigung bis zur Abnahme, ein Beitrag mit Vorher-Nachher-Bildern und ein Highlight mit häufigen Fragen zu Terminen und Trocknungszeiten. Die Reichweite bleibt gleich, die Anfragen steigen, weil die Lücke zwischen Sehen und Anfragen geschlossen ist.
Tipp aus der Agentur: Zuerst die Stufe mit der größten Lücke reparieren. Mehr Inhalte oben helfen nicht, wenn die Anfragen an einem fehlenden Zwischenschritt scheitern.
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