Kurz erklärt
Der Unterschied zu beliebigen Beiträgen liegt in der Zuordnung. Vor der Produktion steht die Frage, was der Beitrag bewirken soll und woran sich das ablesen lässt. Ein Video für Reichweite wird anders geschnitten als eines, das Einwände vor einer Anfrage ausräumt.
Praktisch bedeutet das, den Redaktionsplan nach Aufgaben zu sortieren statt nur nach Themen. Ein Teil der Beiträge holt neue Zuschauer, ein Teil beantwortet Fragen, ein kleiner Teil fordert direkt zur Handlung auf. Diese Mischung verhindert, dass ein Kanal nur unterhält oder nur wirbt.
Zielorientiert heißt nicht, dass in jedem Beitrag ein Angebot steht. Wer in jedes Video einen Aufruf packt, verliert Reichweite, weil Nutzer das als Werbung einordnen. Ebenso wenig sinnvoll ist die andere Richtung, viel Unterhaltung ohne einen einzigen Weg zur Kontaktaufnahme.
In der Praxis
Eine Bremer Physiotherapiepraxis ordnet jedem Beitrag im Redaktionsplan eine Aufgabe zu. Übungsvideos bringen Reichweite, ein Rundgang und Vorstellungen des Teams schaffen Vertrauen, ein Beitrag im Monat weist auf freie Termine hin. Vorher entstanden Inhalte nach Tagesform, jetzt zeigt eine Spalte im Plan, ob alle drei Aufgaben abgedeckt sind. Die Terminanfragen über Instagram steigen spürbar.
Tipp aus der Agentur: Im Redaktionsplan eine Spalte für die Aufgabe des Beitrags ergänzen. Fehlende Stufen fallen dann beim Planen auf und nicht erst nach Monaten.
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